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Gülle – Fluch oder Segen?

Gülle ist ein natürlicher Wirtschaftsdünger, der hauptsächlich aus dem Urin und Kot landwirtschaftlich genutzter Tiere wie Schweinen und Rindern besteht. Wenn Betriebe die Gülle nach guter fachlicher Praxis auf dem Acker ausbringen, birgt sie das Potenzial, wichtige Nährstoffe und wertvolles Wasser im Kreislauf des Hofes zu halten und die Humusbildung im Boden zu fördern.

Klingt erstmal gut. Doch was, wenn zu viel Gülle anfällt und nicht genug Land zum sinnvollen Ausbringen zur Verfügung steht? Und was bedeutet eigentlich „gute fachliche Praxis“ in Bezug auf die Verwendung von Gülle als Dünger?

Hier stinkt’s! Das Problem mit der Gülle

Gülle ist zunächst der Rest dessen, was dem Tier zuvor als Nahrung diente. Die meisten hochwertigen Eiweiße, Kohlehydrate, Fette usw. aus dem Tierfutter wurden im Verdauungsprozess entzogen; die Ausscheidungen sind relativ nährstoffarm. Gülle in Reinform bringt auf dem Feld daher verhältnismäßig wenig – sie kann sich sogar negativ auf die Humusbildung im Boden und die Pflanzengesundheit auswirken. Der langfristige Aufbau von Humus nämlich ist eng verbunden mit dem Stoffwechsel-Zusammenspiel zwischen Boden und Pflanzen – und dem nutzt der große Anteil tierischer Ausscheidungen im Mist kaum. 

Trägt man die Gülle in großen Mengen auf dem Ackergrund aus, ohne sie vorher zu behandeln und fachgerecht in den Boden einzuarbeiten, kommt es zu schädlichen Fäulnisprozessen. Es entstehen übelriechende und gesundheitsschädigende Gase wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak sowie das stark klimarelevante Treibhausgas Methan. Die sogenannten Faulgase ziehen Schadinsekten wie die Kohl-, Möhren- oder Zwiebelfliege an und führen zum krankhaften Befall der Pflanzenkultur. Für die Humusbildung wichtige Bodenlebewesen wie der Regenwurm hingegen gehen zugrunde oder machen sich vom Acker.

Gülle aufwerten durch Kompostierung

Eine relativ günstige Art, die Gülle aufzuwerten, ist ihre Kompostierung. Populär gemacht wurde die Technik Anfang der 2000er Jahre vom bretonischen Bauern Erwan Tanguy. Der stand vor einem Problem: Weil seine Ackerfläche zu klein war für die Güllemenge seiner Tiere, ersann er eine Lösung, mit seinem massiven Stickstoffüberschuss umzugehen: Jahr für Jahr verwandelt er seitdem tausende Kubikmeter Gülle mit einigen Tonnen Weizenstroh in nährstoffreichen Kompost, den er teilweise selbst nutzt und teilweise als wertvollen Dünger an umliegende Gemüsebauern verkauft. Eine Tonne Kompost auf Güllebasis enthält 7 kg Stickstoff, 6 kg Phosphor und 10 kg Kalium, die, weil sie bakteriell umgesetzt wurden, besonders gut pflanzenverfügbar sind. 

Ein weiterer Vorteil der Kompostierung ist die deutliche Reduktion der Arzneimittelkonzentration, der Nitratgehalte und des Keimbesatzes in der Gülle. Das wiederum wirkt sich langfristig positiv auf die Qualität des Grundwassers aus. Auch der Nährstoffverlust bei anaerober Lagerung wird vermieden: Ammoniak und Salpeter beispielsweise werden in Form von Schimmelpilzen im Mycel biologisch festgelegt und dienen den Pflanzen als langsam fließende Stickstoffquelle.

Guten Güllekompost erkennt man demnach daran, dass er nahezu geruchlos ist. Denn durch die Verrottung unter Einfluss von Sauerstoff werden schädliche Gase zu fast 100 Prozent gebunden.

Gülle aufbereiten mit Huminsäuren

Eine ebenso einfache wie günstige Möglichkeit die Gülle zu behandeln, ist die Beigabe von Huminsäuren. Huminsäuren sind die Hauptfraktion der Huminstoffe. Sie entstehen im Prozess der Humifizierung aus pflanzlichen und tierischen Stoffen unter Einwirkung lebendiger Mikroorganismen. Huminsäuren sind in der Lage, den Geruch und die Emission schädlicher Gase wie Methan, Schwefelwasserstoff und Ammoniak um bis zu 99 Prozent zu reduzieren. Messungen der FH Lausitz ergaben, dass die Geruchseinheiten nach Behandlung der Gülle mit stark huminsäurehaltigem Leonardit schon nach wenigen Stunden um 75 Prozent sanken. Die Ammoniakkonzentration sank um mehr als 95 Prozent.

Darüber hinaus werden durch die Huminsäurebehandlung des Gülledüngers die Bodenbeschaffenheit verbessert und die Bodenbiologie angeregt. Huminsäurebasierte Produkte setzen im Boden Nährstoffe frei und optimieren den Wasserhaushalt im Boden-Pflanze-System. Schon in der Gülle binden Huminsäuren Nährstoffe und schaffen so beste Voraussetzungen für die Versorgung von Acker und Frucht.

Erfahren Sie mehr über den Einsatz von Huminsäuren in der Landwirtschaft und der Tierhaltung.

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Humintech ist ein Biotechunternehmen mit Sitz in Grevenbroich. Unser Fokus liegt auf der Erforschung, Entwicklung und industriellen Produktion von 
Huminstoffen und Huminsäuren für den Landwirtschaftssektor. Unsere Produkte finden außerdem Verwendung in der Futtermittel-, Pharma- und
Bauindustrie, der Veterinärmedizin und bei ökologischen Anwendungen wie etwa der Wasserreinigung und Bodensanierung.

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