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World Wetlands Day – ein Gedenktag für Feuchtgebiete?

World Wetlands Day

Ein Gedenktag für Feuchtgebiete?

Seit 1997 steht der 2. Februar als internationaler Gedenktag für die Feuchtgebiete der Welt. Feuchtgebiete gelten seit Anfang der 1970er Jahre als besonders schützenswerte Biotope – laut WWF bedecken sie nur noch rund acht Prozent der Erdoberfläche. Seit 1970 ist ein gutes Drittel der weltweiten Feuchtgebiete verschwunden. Ein Hauptgrund ist die Bebauung und industrielle Nutzung von Küsten- und Flusslandschaften. Doch warum sind Feuchtgebiete für das Leben auf der Erde so wichtig? Und was können wir tun, um sie zu schützen?

Was Feuchtgebiete sind

Feuchtgebiete sind Landschaften, in denen ganzjährig oder phasenweise Wasser steht oder fließt, entweder oberirdisch oder als Grundwasser in Wurzelhöhe. Zu den Feuchtgebieten gehören z.B. Moore, Auen, Feuchtwiesen oder Bruchwald. In Deutschland war einst eine Fläche von 1,5 Millionen Hektar mit Mooren bedeckt, also gut vier Prozent des Landes. 95 Prozent dieser Moore sind inzwischen entwässert und abgetorft, wurden bebaut oder unterliegen der landwirtschaftlichen Nutzung. Auch die Auen sind seit Beginn der Flussbegradigungen vor circa 200 Jahren zu 80 Prozent der Anpassung durch den Menschen zum Opfer gefallen. Und das alles zu einem hohen Preis.

Was Feuchtgebiete schützenswert macht

Feuchtgebiete bieten Lebensraum für 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten auf der ganzen Welt. Sie regulieren den Grundwasserspiegel in Flussnähe und sind unsere wichtigste Trinkwasserquelle.

Dieses Wasser enthält auch große Mengen an Fulvosäuren aus den Torfschichten, die es auf seinem Weg zur Oberfläche durchläuft. Aquatische Fulvosäuren sind das Ausgangsmaterial für organische Wachstumsförderer und Bodenverbesserer wie FULVAGRA® 25 Liquid: Über die Blätter und Wurzeln aufgenommen, begünstigt der chelatisierende Effekt der Fulvosäuren die Aufnahme und den Transport von Sekundärnährstoffen innerhalb der Pflanze, wodurch die Erträge erhöht und die Qualität der Pflanzen verbessert wird. Fulvosäuren sind auch für Fischzüchter und Aquarianer von großem Interesse.

Als Kohlenstoffspeicher haben Feuchtgebiete einen kühlenden Effekt auf das Weltklima: In Mooren beispielsweise ist doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert wie in allen Wäldern des Planeten zusammen. Entwässerte Moore sind in Deutschland die zweitgrößte Emissionsquelle überhaupt.

Auch die Auen erfüllen eine wichtige Funktion. Bei Überschwemmungen nehmen sie riesige Mengen Wasser auf und geben es langsam und zeitversetzt wieder ab. Als Wasserfilter entlasten sie umliegende Gebiete und Gewässer, indem sie dem durchströmenden Grund- und Oberflächenwasser Nähr- und Schadstoffe entziehen, die aus überschüssiger Düngung kommen. Die Reinigungsleistung entspricht einem Wert von 500 Millionen Euro jährlich.

Die Nachteile der Trockenlegung

Infolge massiver Flussbegradigungen in der Vergangenheit sind die meisten Auen heute trockengelegt und für die Tier- und Pflanzenwelt verloren. Doch man ist sich inzwischen weitgehend einig: Die Nachteile der Begradigung und Trockenlegung von Flüssen und Feuchtgebieten überwiegen die Vorteile bei weitem. Auen mildern auf natürliche Weise die Zerstörungskraft von Unwettern und Sturmfluten, indem sie das Hochwasser aufnehmen und damit die Pegel ausgleichen. Wo es keine Auen mehr gibt, sind die wirtschaftlichen Schäden enorm, da das Wasser mehr als doppelt so schnell das Bett hinabrast und riesige Flutwellen entstehen lässt.

Das Auensterben zieht auch ein Artensterben nach sich: Von den höheren Tieren in Deutschland ist jede zweite Art auf den Lebensraum Feuchtgebiet angewiesen.

Schutz und Renaturierung – Zukunft schaffen für Feuchtgebiete

Heute gibt es in Deutschland 34 sogenannte Ramsar-Gebiete. Die Ramsar-Konvention, die der Benennung zugrunde liegt, wurde 1971 in Ramsar, Iran, zum Schutz der weltweiten Feuchtgebiete beschlossen. Neben dem Erhalt noch vorhandener Feuchtbiotope ist die Wiederherstellung und Renaturierung von Feuchtgebieten wie Auen eine wichtige Maßnahme. Das Umdenken setzte bereits in den 1980er Jahren ein, als in Mitteleuropa viele begradigte Flusslandschaften renaturiert wurden: Man wandelte die Flussläufe um und gab ihnen eine naturnahe, mäandernde Form zurück; man gestaltete Uferbereiche um und löste Uferbefestigungen und ließ natürliche Übergänge entstehen, die eine Brücke zwischen Land und Wasser bilden. So verlangsamt sich die Fließgeschwindigkeit und anliegende Schwemmgebiete können Überflutungen puffern, sodass kein großer Schaden entsteht.

Renaturierungsmaßnahmen und der Schutz noch bestehender Biotope werden auch in den kommenden Jahren Thema sein. Sie sind eine wichtige Zutat in jedem ernsten Bestreben, die natürlichen Ökosysteme, in und an denen wir leben, zu erhalten und zu vermehren.

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