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Huminsäuren – stoffliche Braunkohlenutzung mit Zukunft

Huminsäuren – stoffliche Braunkohlenutzung mit Zukunft

Braunkohle nachhaltig nutzen, statt sie zu verbrennen

Die Nutzung von Braunkohle ist äußerst umstritten. Weltweit existieren riesige Reserven, die trotz des relativ geringen Brennwerts nach wie vor hauptsächlich als Energieträger genutzt werden. Dabei ist Braunkohle, wie Berthold Stern von der HUMINTECH GmbH beschwört, viel zu wertvoll, um sie einfach zu verbrennen. Der oberflächennahe, stark verwitterte Teil der Weichbraunkohle, auch Leonardit genannt, ist nämlich ein ausgezeichneter Lieferant für Huminsäuren, weshalb Stern für eine stoffliche Nutzung des Rohstoffs plädiert.

Huminsäuren – ein wahres Wundermittel aus der Natur

Huminsäuren sind die Hauptfraktion der Huminstoffe und haben eine herausragende Bedeutung für sämtliche Ökosysteme der Welt. Sie entstehen durch die Humifizierung abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Materials unter der Einwirkung von Mikroorganismen. Huminsäuren befinden sich in unterschiedlichen Konzentrationen in Böden, Torfen, Süßwasser und im Meer. 

Huminsäuren besitzen ein vielfältiges Wirkungsspektrum; in den Ökosystemen der Erde kommt ihnen viele lebenserhaltende Funktionen zu. Sie verbessern die Nährstoffverfügbarkeit für Pflanzen, sie immobilisieren toxische Elemente im Boden, sie spielen als Dauerhumusform eine Schlüsselrolle für die Fruchtbarkeit und Struktur von Böden und haben einen großen Einfluss auf deren Wasserspeicherkapazität, um nur einige zu nennen.

Hochaktive Huminsäuren können aus Weichbraunkohle gewonnen werden

Der sinkende Humusgehalt auf den Äckern aller Kontinente führt zum Verlust gleich dreier wichtiger Lebensgrundlagen der Menschheit. Denn gesunde Böden sind die Voraussetzung für saubere Luft, sauberes Wasser und einer Vielfalt an Lebewesen – von Mikroorganismen und Pflanzen bis hin zu Insekten und Wirbeltieren. Mit Braunkohle, im Besonderen der Weichbraunkohle (Leonardit), ist der Menschheit eine Huminstoffquelle zugänglich, die hochaktive Huminsäuren bereithält und die bereits in geringsten Konzentrationen enorme Wirkungen entfalten kann. Leonardit enthält eine fünfmal höhere Konzentration an Huminsäuren als andere bekannte Quellen. 

Und was genau können Huminsäuren?

Huminsäuren entfalten ihre Wirkung in vielen Bereichen unseres Lebens. Sie sind essenzieller Bestandteil von Futtermitteln sowie von Düngern und sie verbessern stark beanspruchte und ausgelaugte Böden, wie sie häufig in der Intensivlandwirtschaft anzutreffen sind. Eine besonders große Bedeutung fällt ihrer Fähigkeit zu, unlösliche Metallionen, Oxide und Hydroxide zu binden und je nach Bedarf über einen langen Zeitraum wieder abzugeben. 

Diese Fähigkeit lässt sich nicht nur zur Verbesserung des Boden-Pflanze-Systems nutzen. Huminstoffe in Futtermitteln haben dank dieses Effekts einen äußerst positiven Einfluss auf das Verdauungssystem von Tieren. So können Huminsäuren etwa viele Viren blockieren und unschädlich machen. Sie wirken außerdem antibakteriell und entzündungshemmend. Insgesamt verbessern Huminstoffe die Futterverwertung und stärken das Immunsystem.

Über die Landwirtschaft hinaus erfüllen Huminsäuren wichtige Funktionen in der Industrie und Umwelttechnik. Von besonderer Bedeutung ist hier die Grundwassersanierung sowie die Sanierung degradierter und kontaminierter Böden. 

Stoffliche Nutzung von Braunkohle – was bedeutet das?

Stoffliche Nutzung bedeutet erst einmal, dass man die Weichbraunkohle zur Herstellung von Ausgangsstoffen für die Produktion von chemischen Produkten nutzt. Bisher wird Braunkohle fast zu 100 Prozent für die energetische Nutzung abgebaut – sie wird also zwecks Energiegewinnung verbrannt. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und infolge der Reform des Europäischen Emissionshandels wird die Braunkohle-Verstromung jedoch von Jahr zu Jahr unrentabler. Die Zeit ist reif für alternative Anwendungsformen. Der Ausbau der huminstofflichen Nutzung ist eine Riesenchance für die Kohleindustrie.

Die Vorteile der beschriebenen huminstofflichen Nutzung liegen auf der Hand: Eine solche Verwendung ist CO2-neutral und erhöht – im Gegensatz zur Verbrennung – nicht die Feinstaubbelastung. Darüber hinaus ist der Bedarf an Braunkohle für die stoffliche Nutzung um ein Vielfaches geringer. Während die drei Tagebaue im Rheinischen Revier jährlich ca. 90 Millionen Tonnen Kohle zur Verstromung liefern, lag der Bedarf der HUMINTECH GmbH bei ungefähr 100.000 Tonnen. 

Huminsäuren sind Alleskönner mit viel Potenzial

Huminsäuren sind wahre Tausendsassas und ihre Einsatzbereiche sind längst nicht vollständig erschlossen. Die HUMINTECH GmbH forscht seit über 40 Jahren in diesem Feld und findet ständig neue Anwendungsgebiete, entwickelt Produkte für den internationalen Markt und verbessert die bestehende Angebotspalette. 

Berthold Stern ist sicher: Die huminstoffliche Nutzung von Braunkohle kann auf diese Weise einen wertvollen Beitrag zum Strukturwandel der Braunkohleregionen leisten – und der Kohleindustrie helfen, den politisch geforderten Schritt hin zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Kohlenutzung zu gehen. 

Erfahren Sie mehr über das Potenzial von Huminstoffen und insbesondere der Huminsäuren in der Landwirtschaft, der Tierhaltung, der Umwelttechnik und der Industrie.

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Humintech ist ein Biotechunternehmen mit Sitz in Grevenbroich. Unser Fokus liegt auf der Erforschung, Entwicklung und industriellen Produktion von 
Huminstoffen und Huminsäuren für den Landwirtschaftssektor. Unsere Produkte finden außerdem Verwendung in der Futtermittel-, Pharma- und
Bauindustrie, der Veterinärmedizin und bei ökologischen Anwendungen wie etwa der Wasserreinigung und Bodensanierung.

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