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Hörst du die Regenwürmer schmatzen?

Unter den Kulissen – die unsichtbare Arbeit des Regenwurms

Die unbezahlten Helfer sind einfach unbezahlbar

Wenn wir an Artenschutz denken, erscheinen uns häufig Bilder von bedrohten Nashörnern, Pandabären, mittlerweile auch Insekten oder Vögeln. Aber auch die Lebewesen im Boden sind vom Klimawandel und intensiver Bodennutzung unmittelbar bedroht und müssen geschützt werden. Die tägliche Arbeit all der unsichtbaren Helfer unter Tage ist die Grundvoraussetzung für alles weitere Leben auf der Erdoberfläche.

Der Regenwurm – bedroht und überlebenswichtig

Neben den Bienen, die aktuell in aller Munde und Gegenstand verschiedenster Kampagnen sind, ist es vor allem der Regenwurm, der für die Landwirtschaft unabkömmlich ist. 1000 kg Regenwürmer befinden sich durchschnittlich auf einem US-amerikanischen Hektar Land. Mit nur 18 kg Biomasse leben vergleichsweise wenige Menschen auf derselben Fläche. Und dennoch ist der Regenwurm bedroht?

Bemühen wir einen weiteren Vergleich: Auf einen Quadratmeter Bodenfläche mit Gerstebestand leben bis in die Tiefe eines Spatenstichs circa 9 Gramm Regenwürmer, das sind 90 kg Regenwürmer pro Hektar. Unter einer konventionell bewirtschafteten Weide sind es schon 49 Gramm. In biologisch bewirtschafteter Gartenerde graben sich hingegen bis zu 840 Gramm Regenwürmer ihre Gänge. Bei einer solchen Wurmdichte kann man die Regenwürmer über Tage sogar Fressen hören.

Der Regenwurm arbeitet unter Tage, unermüdlich, unbezahlt

Die Bedeutung der Regenwürmer war bereits im 16. Jahrhundert bekannt. Der Naturforscher Gilbert White schrieb:

„Ohne die Regenwürmer würde die Erde bald kalt, hart und fast ohne jede Gare und folglich steril werden.“

Und das macht den Regenwurm so wertvoll: Er frisst vor allem Erde und die darin enthaltenen Mikroorganismen, je nach Regenwurmart und Lebensweise auch verrottende organische Stoffe. Die Erde ist im Darm des Wurms erstaunlichen Umwandlungs- und Aufwertungsprozessen ausgesetzt. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Es enthält fünfmal mehr Nitrat, siebenmal mehr Phosphor, elfmal mehr Kalium, zweieinhalbmal mehr Magnesium und doppelt so viel Kalzium wie der dazugehörige Boden. Die Losung von Regenwürmern hat außerdem ein hervorragendes C-N-Verhältnis von 10:1.

Durch seine Drüsen gibt der Regenwurm Kalk ab und neutralisiert so die Humussäuren. Das erhält das Säuren-Basen-Gleichgewicht im Boden und trägt zum Aufbau von Dauerhumus und einem Krümelgefüge bei.

Doch damit nicht genug. Die Wurmgänge sind nicht nur wertvolle Wachstumswege für die Pflanzenwurzeln. Das große Porenvolumen von regenwurmreichen Böden sorgt darüber hinaus für eine gute Verteilung von Wasser und Luft. Versuche haben gezeigt, dass durch das Einsetzen von Regenwürmern in Testböden die Wasserhaltefähigkeit in einem Monat um 350 Prozent anstieg. Regenwurmreiche Böden sind zudem deutlich weniger anfällig für Erosionsschäden und dem damit verbundenen Verlust fruchtbarer Ackererde.

Intensive Landwirtschaft ist nichts für die kleinen Bergleute

In heutigen Kulturböden findet man auch nach langem Suchen oft gar keine Regenwürmer mehr. Woran liegt das? Die aktuell im Landbau vorherrschenden Methoden wirken schlichtweg vernichtend auf die kleinen Tiere. Gülle, vor allem übermäßige Güllezufuhr, beispielsweise vergiftet die Würmer direkt. Auch andere Kleinstlebewesen werden in ihrer Arbeit stark eingeschränkt. Der jährliche Ernteentzug und die damit verbundene Armut an Humusstoffen begünstigt die Lebensbedingungen für die Würmer auch nicht gerade. Doch was kann man machen, um den kleinen Helfern das Leben zu erleichtern?

Die üblichen Verdächtigen – Fruchtfolge, Humuswirtschaft, Rotte

Es gibt einiges, was z.B. die Landwirtschaft für die Regenwürmer tun kann. Dazu gehören eine geeignete Fruchtfolge, eine durchdachte Humuswirtschaft und die Vermeidung von Schwarzbrache. Darüber hinaus sollte der Einsatz von wasserlöslichen Düngersalzen weitestgehend reduziert werden. Besonders wichtig ist die Vermeidung von Fäulnis. Stallmist, Gülle und Jauche müssen vor dem Ausbringen einer Rotte unterzogen werden, um einen wirklich wertvollen Beitrag für den Boden leisten zu können.

Regenwürmer schützen spart Energie und Geld

So merkwürdig es klingt, aber der Schutz der Regenwürmer spart am Ende bares Geld. Eine gute und natürliche Bodengare, die man u.a. durch die oben genannten Maßnahmen fördert, reduziert den Bedarf an mineralischem Dünger drastisch. Auch der Energieverbrauch bei der schwierigen Bearbeitung von schweren Böden sinkt. Da, wo der Humusgehalt und damit das Bodenleben, der Garezustand und der Wasserhaushalt in Ordnung sind und eine reiche Regenwurmpopulation für gute Drainagearbeit sorgt, wird für die maschinelle Bodenbearbeitung weniger Zugkraft und somit weniger fossiler Kraftstoff benötigt als in strukturgeschädigten Ackerböden.

Es lohnt sich also die kleinen Helfer zu schützen, die so viel Kraft und Energie in die Produktion von gutem Boden stecken.

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