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Weniger düngen ohne Ertragsverluste

Können Huminsäuren die Nahrungsmittelversorgung sichern und wirtschaftliche Verluste verhindern?

Über vier Jahre ist es her, dass die EU Deutschland wegen unzureichender Gewässerschutzmaßnahmen und zu hoher Nitratwerte im Grundwasser ermahnte. Seitdem hat die Bundesrepublik nur wenig unternommen, um die Werte zu verbessern und den Nitrateintrag zu verringern. Im Juni 2018 urteilte deshalb der Europäische Gerichtshof: Wenn Deutschland es nicht schafft, geeignete Maßnahmen umzusetzen, sind künftig rund 860.000 Euro an Strafzahlungen fällig – und zwar pro Tag, an dem die EU-Richtlinie nicht eingehalten wird. Eine Folge dieses Urteils ist die Vorlage einer neuen deutschen Düngemittelverordnung, die bereits im April 2020 in Kraft treten soll. Ein wichtiger Bestandteil der Verordnung: Die Stickstoffdüngung soll in besonders belasteten Regionen um 20 Prozent reduziert werden.

Stickstoffdüngung – Grundlage für eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln

Stickstoff liegt von Natur aus in verschiedenen Formen im Boden vor. Eine für die Landwirtschaft besonders wichtige Form ist das Nitrat, eine wasserlösliche Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff. Nitrate treiben die Eiweißbildung an und sind daher essenziell für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze.

Die natürlichen Stickstoffvorkommen im Boden bedingen einerseits das Pflanzenwachstum –begrenzen es aber gleichzeitig: Eine ständig anwachsende Weltbevölkerung und der damit steigende Nahrungsmittelbedarf haben es in den letzten Jahrzehnten erforderlich gemacht, den natürlichen Stickstoffgehalt im Boden mittels Düngung zu erhöhen. Heute sind 30 bis 50 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge auf den Einsatz mineralischer Düngung zurückzuführen – beinahe die halbe Weltbevölkerung wird mithilfe künstlicher Stickstoffdünger ernährt. Dazu kommt der Stickstoff aus organischen Düngungen mit Gülle. Kein Wunder, dass es Gärtner und Landwirte auf die Straße treibt, wenn sie ihren Düngemitteleinsatz um ein Fünftel reduzieren sollen.

Reaktiver Stickstoff, Gesundheit und der Klimawandel

Doch der Eingriff des Menschen in den natürlichen Stickstoffkreislauf hat auch negative Folgen: Ist im Boden ein Überschuss an Stickstoff vorhanden, wird dieser normalerweise von Bodenorganismen gebunden und so für die Pflanzen verfügbar gehalten. Der übermäßige Stickstoffeintrag der vergangenen Jahrzehnte ist für die Organismen jedoch nicht mehr zu bewältigen – was z.B. großzügige Nitratauswaschungen in tiefere Bodenschichten und damit ins Grundwasser zur Folge hat. Zu viel Nitrat im Grundwasser ist für den Menschen äußerst schädlich und kann unter Umständen gar die Entstehung von Krebs begünstigen. Darüber hinaus geht aus wissenschaftlichen Studien hervor, dass eine höhere Menge reaktiven Stickstoffs – z.B. Nitrat – in einem Ökosystem die biologische Vielfalt bedroht und den Klimawandel beschleunigt.

Mit Huminsäuren den Stickstoffeintrag reduzieren und Ertragsverluste ausgleichen

Es ist zwingend notwendig, den Nitrateintrag in den Boden zu reduzieren, um Gewässer und Lebewesen zu schützen – trotzdem muss eine Lösung her, um die erwarteten Ertragseinbußen für Landwirte und Gärtner zu kompensieren. Zum einen gilt es, die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, zum anderen, wirtschaftliche Verluste zu vermeiden, denn viele Erzeuger sind zwingend auf ausreichende Erträge angewiesen. Die Herausforderung der nächsten Monate und Jahre wird sein, Nährstoffe viel gezielter und effizienter einzusetzen, um auch mit reduzierter Düngung gleichbleibende Erträge zu erzielen. Einen erheblichen Beitrag kann hier der Einsatz huminsäurenbasierter Produkte leisten.

Huminstoffbasierte Düngemiteleffizienz: Stickstoffversorgung sichern und Boden verbessern

Huminsäuren bilden die Hauptfraktion der Huminstoffe, die infolge der chemischen und biologischen Zersetzung organischen Materials entstehen (Humifizierung). Man findet sie vor allem in humusreichen Böden, in Leonardit (hochoxidierte Weichbraunkohle) und Torf. Huminsäuren haben eine Reihe nützlicher Eigenschaften, die sich äußerst vorteilhaft auf den Boden, das Bodenleben und die darauf wachsenden Pflanzen auswirken:

Zunächst einmal begünstigen Huminsäuren die Umwandlung von gebundenem Stickstoff in pflanzenverfügbare Form und erhöhen darüber hinaus die Stickstoffaufnahmekapazität der Pflanze. Das bedeutet: Die Pflanze hat nicht nur mehr Stickstoff zur Verfügung, sondern ist auch in der Lage, mehr davon zu verstoffwechseln. Huminsäuren vermögen weiterhin, wasserlösliche anorganische Dünger im Wurzelbereich der Pflanze zu halten und reduzieren somit die Auswaschung von Nitraten und anderen Nährstoffen ins Grundwasser. Sie erhöhen also die Effizienz von Düngemitteln und beleben gleichzeitig den Boden, besonders die Rhizosphäre (das Boden-Wurzel-System). Das stärkt das Pflanzenwachstum, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegenüber Stress durch Schädlinge oder Umwelteinflüsse und führt letztlich zu einer höheren Ertragsqualität und -menge.

Tatsächlich sind Anwender von Huminsäuren in der Lage, ihre Erträge je nach Kulturpflanze um 20 bis 50 Prozent zu steigern. Zu erwartende Ertragsverluste durch die Vorschriften der neuen Düngemittelverordnung könnten dadurch mehr als ausgeglichen werden.

Erfahren Sie mehr über die Anwendung und Vorteile von Huminsäuren in Agrarwirtschaft und Gartenbau.

 

Reduction of nitrate leaching in humic acid rich soils

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Humintech ist ein Biotechunternehmen mit Sitz in Grevenbroich. Unser Fokus liegt auf der Erforschung, Entwicklung und industriellen Produktion von 
Huminstoffen und Huminsäuren für den Landwirtschaftssektor. Unsere Produkte finden außerdem Verwendung in der Futtermittel-, Pharma- und
Bauindustrie, der Veterinärmedizin und bei ökologischen Anwendungen wie etwa der Wasserreinigung und Bodensanierung.

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