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11 Fragen zum Urban Farming – so kann die Kooperation zwischen Stadt und Land gelingen

11 Fragen zum Urban Farming – so kann die Kooperation zwischen Stadt und Land gelingen

Über 80 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion ist auf den Konsum in den Städten ausgelegt, doch knapp 40 Prozent davon gehen aufgrund von zu langen Transportwegen verloren.

Eine strukturierte Lokal- und Regionalproduktion verringert nicht nur die Transportverluste und -emissionen, sondern könnte Lebensmittel günstiger, nachhaltiger und frischer auf die Teller bringen.

Was ist Urban Farming?

Urbane Lebensmittelproduktion nutzt leerstehende Gebäude, verwandelt Dach- in Anbauflächen, bringt essbare Innenstädte und Gemeinschaftsbeete ins Stadtbild und neue Proteinquellen auf den Speisezettel. Beispiele dafür sind die Brooklyn Grange Farms, FoodShare Toronto, Brussels Aquaponic Farm oder die Essbare Stadt Kassel. Was gut durchdacht startet, wie das CAIA-Projekt, kann innerhalb weniger Jahre die Größe des Incredible Eatable Networks erreichen.

Wie gelingt der Anbau in der Stadt?

Urbane Lebensmittelproduktion umfasst eine große Bandbreite an Anbaumöglichkeiten, doch alle haben eines gemeinsam: Pflanzen leben und gedeihen am besten unter natürlichen Bedingungen, die ihnen das passende Mikrobiom und die notwendigen Umwelteinflüsse mitliefern. Ob nun als Indoor, Outdoor oder Vertical Farming – ein fundiertes Wissen über die grundlegenden Vorgänge der Landwirtschaft bewahrt vor den gröbsten Fehlern; denn alles theoretische Wissen der Stadt kann die Empirie des Landes nicht ersetzen.

Kein Selbstläufer

Gardens under Glass in Cleveland musste nach nur knapp 4 Jahren beendet werden –warum? Die Pflanzen schwächelten unter den künstlichen Lebensbedingungen und Blattläuse fraßen den Großteil der Ernte. Es fehlte an Arbeitskraft und Struktur. Ein großes Einkaufszentrum in ein mehrstöckiges Gewächshaus zu verwandeln war leichter gesagt als getan.

Andere Projekte scheitern schon im Vorhinein an den gigantischen Investitionssummen, die für Aquaponik- oder Gewächshaustechnik geleistet werden müssen – oder sie stellen fest, dass die regelmäßige Kontrolle, Wartung und der ständige Energieaufwand das Gemüse unbezahlbar machen würden. Monströse Technikaufrüstung zum Zwecke der Nachhaltigkeit, um bereits vorhandene Infrastruktur obsolet zu machen – diese Rechnung geht möglicherweise nicht auf.

Salat und Radieschen gedeihen in jedem Vorgarten, doch echte Lebensmittelsicherheit erwächst aus langfristiger Planung (Beispiel Dekadenbäume der Stadt Kassel) und kurzfristigen Umgang mit unerwarteten (Zwischen-)Ergebnissen.

Wie kann die städtische Lebensmittelsicherung oder gar -sicherheit aussehen, im Einklang mit Tierwohl, Existenzsicherung und echter Nachhaltigkeit?

Wir fragen nach. 11 Wochen – 11 Fragen.

Die 11 Fragen und Antworten der nächsten Wochen sind:

1. Welche Lebensmittel sind am leichtesten in der Stadt anzubauen? Was macht städtische Lebensmittel resilienter?

2. Humus, Bodenorganismen, Nährstoffe – wie erhaltet ihr eure Böden, wie baut ihr auf?

3. Das städtische Trinkwasser ist aktuell nicht auf urbane Landwirtschaft angelegt – und sollte in manchen Regionen auch nicht dafür genutzt werden. Wie löst ihr die Bewässerungsfrage?

4. Luftemissionen und kontaminierte Böden gehören zum Stadtbild. Welche Möglichkeiten gibt es, mit wenig Aufwand dennoch gesunde Lebensmittel zu erzeugen?

5. Welchen mikrobiellen und anderen biotischen Risikofaktoren seid ihr schon begegnet, was habt ihr darüber gelernt? Salmonellen, Blattläuse, Kaninchen

6. Welche Betriebsmittel sind für den städtischen Anbau geeignet, welche nicht? Gerade Pestizide und Kunstdünger landen schnell in Atemluft und Trinkwasser oder gefährden die lokale Flora und Fauna. Welche Alternativen gibt es?

7. Urban Farming bedeutet, funktionierende kleine Kreisläufe in das Stadtleben zu integrieren, sonst wird das Ganze ad absurdum geführt. Wie kann das beispielsweise aussehen?

8. Wie kann man die Fleischproduktion so nachhaltig, artgerecht und lokal wie möglich gestalten? Wie können insbesondere die Fehler der industriellen Tierhaltung (länderübergreifenden Schlachttransporten, dem gefährlichen Außmaß an Antibiotikagaben und den Massentötungen bei Ausbruch unvermeidbarer Krankheiten in solchen Milieus) verhindert werden? Wie kann das Tierwohl im Urban Farming gesichert werden? Welche Alternativen zur Fleischproduktion gibt es?

9. Wie schätzen Sie die Gefahren der Existenzbedrohung in der ländlichen Bevölkerung ein, wenn die Produktionsräume in die Städte wandern? Wie könnte man dem entgegenwirken? Siedlungen, Dörfer und Kleinstädte brauchen Infrastruktur und Lebensqualität, welche Synergien sind denkbar? Was fehlt meist auf dem Dorf, sodass es zur Flucht in die Stadt kommt?

10. Was ist der größte Verhinderer für urbane Lebensmittelproduktion? Welche politischen Entscheidungen sind notwendig, um neue Konzepte zu etablieren?

11. Welche Initiative hat dich in den letzten Jahren beeindruckt, die im Bereich urbane Lebensmittelproduktion arbeitet?
 

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Humintech ist ein Biotechunternehmen mit Sitz in Grevenbroich. Unser Fokus liegt auf der Erforschung, Entwicklung und industriellen Produktion von 
Huminstoffen und Huminsäuren für den Landwirtschaftssektor. Unsere Produkte finden außerdem Verwendung in der Futtermittel-, Pharma- und
Bauindustrie, der Veterinärmedizin und bei ökologischen Anwendungen wie etwa der Wasserreinigung und Bodensanierung.

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