Huminsäuren 

BOHRSPÜLUNG

Huminsäuren sind organische komplexe Carbonsäure- Molekülstrukturen (aromatisch und phenolisch).  Die Wasserlöslichkeit der Braunkohle hängt von dem Huminsäuregehalt ab. Die Decarboxylierung von Huminsäure Gruppen durch Hydrolyse in alkalischen Schlamm ist eine Hauptquelle für Carbonat- und Bicarbonat-Anionen in Wasserschlämmen.

Sie können als Fluidverlustadditiv in Ölbasis- und Wasserbasisbohrflüssigkeiten verwendet werden. Huminsäuren haben drei Arten von Funktionen, wenn sie in Bohrflüssigkeiten verwendet werden. Zunächst reduzieren sie die Viskosität und die Gelstärken. Zweitens wirken sie als Verdünner, Dispergiermittel und als rheologische Kontrollmittel. Drittens wirken sie auch, wie oben erwähnt, als Flüssigkeitsverlustmittel und Emulgatoren.

Besonders Kaliumhumate werden vorwiegend als Schieferhemmer für Frischwasserbohrflüssigkeiten eingesetzt und haben eine Funktion des Viskositätsreduzierers und des Wasserverlustreduzierers. 

Technische Daten
HUMIN P 775 ist ein speziell ausgewähltes Leonardite, das sorgfältig mit Kaliumverbindungen umgesetzt wurde. Diese Reaktion neutralisiert die im Rohstoff reichhaltigen Huminsäuren, die sie in wasserlösliche Kaliumhumate umwandeln. Das fertige Produkt ist ein kaustisch gepulverter Leonardite, der in Niedrig-pH-Schlamm gut löslich ist und im Wesentlichen natriumfrei ist. Es ist ein ausgezeichneter Emulgator für Öl-in-Wasser-Emulsionen-Flüssigkeiten und bietet eine Filtrationskontrolle in wasserbasierten Bohrflüssigkeiten.   

Anwendung
HUMIN P 775 ist ein vielseitiges Produkt, das als Entflockungs- und Filtrationskontrollmittel in Frisch-, Brack-, See- und Salzwasserschlämmen fungiert. Es ist besonders nützlich bei inhibitorischen Schlamm, die Kalium oder andere Verbindungen verwenden, um die Tonaktivität in der Bohrflüssigkeit zu hemmen und in den Formationen durchdrungen zu werden. Darüber hinaus hilft es, die Viskosität und die Gelstärken von Bohrflüssigkeiten zu reduzieren und reduziert die Auswirkungen von Verunreinigungen auf Bohrflüssigkeitseigenschaften. 

Man kann sie mit anorganischen Salzen kombinieren, z.B. Kaliumchlorid oder Kaliumkarbonat. Die Spülung ist bis zu 220o C wärmebeständig. Sie wird für die gegebene Art in der Menge von 7 bis 8 hm. % in die Bohrflüssigkeit dosiert.

Vorteile 

  • Leicht löslich in niedrigen pH-Schlamm.
  • Fügen Sie dem Schlammsystem kein Natrium oder freies Hydroxyl (OH-) hinzu, um die Tonspaltung und die Schwellung zu verschlimmern.
  • Löscht Ton-Feststoffe ohne starke Dispergierwirkung.
  • Verringert die Filtration, sowohl API als auch HPHT.
  • Vielseitig. Funktionen in den meisten Wassersystem-Schlammsystemen.
  • Wirkt als beitragende Quelle von Kalium (K +) in hemmenden Schlamm.
  • Bei hohen Temperaturen stabil. Dient als Emulgator für Öl.
  • Ausgezeichnete Löslichkeit in wasserbasierten Bohrflüssigkeiten.
  • Stabilisiert die Bohrwände und verringert die Gefahr ihrer Verschüttung. 
  • Bleibt in Gegenwart von Verunreinigungen wirksam.
  • Kann in salzhaltigen Formationen und salzigem Füll- und Ergänzungswasser verwendet werden.

Empfohlene Behandlung
1 bis 6 (2,9 bis 17,1 kg / m³) in frischen und brackigen Systemen zur Entflockung und Filtrationskontrolle. 3 bis 10 ppb (8,6 bis 28,5 kg / m³) in höher salzhaltigen Systemen. Höhere Dosierungen können bei Hochtemperaturanwendungen eingesetzt werden.

LITERATURHINWEISE