Humintech gehört zu den TOP 100

Bild: compamedia (v.l.n.r. Aydogan Cengiz, Ranga Yogeshwar, Müfit Tarhan, Berthold Stern)

Grevenbroich – Zum 23. Mal werden die TOP 100 ausgezeichnet, die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Die Humintech GmbH gehört in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zu dieser Innovationselite. Das Grevenbroicher Unternehmen nahm zuvor an einem anspruchsvollen, wissenschaftlichen Auswahlprozess teil. Untersucht wurden das Innovationsmanagement  und der Innovationserfolg. Der Mentor des  nnovationswettbewerbs, Ranga Yogeshwar, ehrt den Top- Innovator im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits am 24. Juni in Essen. 

Die Humintech GmbH überzeugte bei TOP 100 bereits zum zweiten Mal in Folge. Das Biotechunternehmen aus Grevenbroich hat sich auf die Erforschung, Entwicklung und Produktion von Huminstoffen und Huminsäuren für den Landwirtschaftssektor spezialisiert. Diese Stoffe werden aus oxidierter Braunkohle gewonnen und können zum Beispiel als Dünge- oder Futtermittel eingesetzt werden. Humintech exportiert seine Produkte in rund 60 Länder, und damit auch in verschiedene Klimazonen und Ökosysteme, mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. „Um dafür gewappnet zu sein, brauchen wir nicht nur passende Produkte, sondern auch Konzepte, die an die Gegebenheiten vor Ort angepasst sind“, erläutert Geschäftsführer Müfit Tarhan die Herausforderungen von Humintech. Gemeinsam mit Aydogan Cengiz leitet er das 2001 gegründete Unternehmen, das knapp 40 Mitarbeiter beschäftigt. 

Mit externen Beratern und Wissenschaftlern arbeitet der Top-Innovator an völlig neuen Einsatzgebieten: beispielsweise auf dem Feld des Trinkwasserschutzes. Dort werden Huminstoffe dazu benutzt, Gülle zu absorbieren und so die Nitratbelastung zu verringern. Auch bei der Batterieherstellung, in der Veterinärmedizin oder als Farbstoff lassen sich diese Stoffe einsetzen. Dabei behält das Unternehmen immer den Markt im Auge: „Wir tauschen uns intensiv mit unseren Kunden aus und organisieren Workshops. So können wir Ideen und Konzepte gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Müfit Tarhan. In einer Zeit, in der Braunkohle als Brennstoff immer mehr in die Kritik gerät, geht Humintech innovative Wege, um dem Rohstoff einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Über 4.000 Unternehmen interessierten sich in diesem Jahr für eine Teilnahme an TOP 100. 366 von ihnen bewarben sich für die Qualifikationsrunde. Davon kamen 284 in die Finalrunde. 238 schafften schließlich den Sprung in die TOP 100 (maximal 100 in jeder der drei Größenklassen). Bewertet wurden die Unternehmen wieder von Prof. Dr. Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie fragten über 100 Parameter in fünf Bewertungskategorien ab: „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsmarketing/ Außenorientierung“ und „Innovationserfolg“.

Die TOP 100 zählen in ihren Branchen zu den Schrittmachern. Das belegen die Zahlen der Auswertung: Unter den Unternehmen sind 97 nationale Marktführer und 32 Weltmarktführer. Im Durchschnitt erzielten sie zuletzt 40 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten und Produktverbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten. Ihr Umsatzwachstum lag dabei um 28 Prozentpunkte über dem jeweiligen Branchendurchschnitt. Zusammen meldeten die Mittelständler in den vergangenen drei Jahren 2.292 nationale und internationale Patente an. Diese Innovationskraft zahlt sich auch in Arbeitsplätzen aus: Die TOP 100 planen, in den kommenden drei Jahren rund 9.500 neue Mitarbeiter einzustellen.

Der Mentor von TOP 100, der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar, ist von der Qualität der Unternehmen beeindruckt und hofft auf eine Signalwirkung: „Die Art und Weise, wie die TOP 100 neue Ideen generieren und aus ihnen wegweisende Produkte und Dienstleistungen entwickeln, ist im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert. Ich freue mich deshalb, dass die Auszeichnung diese Qualitäten sichtbar macht. Hoffentlich ermuntert ihr Erfolg andere Unternehmen, es ihnen gleichzutun. Denn diese Innovationskultur wird in Zukunft für alle Unternehmen immer bedeutender.“

TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleitet das manager magazin den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.