Huminsäuren 

KONTROLLE DER BODENEROSION

Bodenverbesserer wirken sich positiv auf die physikalischen und biologischen Eigenschaften von Böden aus, und deren Einsatz ist geeignet um Bodenerosion zu vermindern. Bodenverbesserungsmittel können die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt verbessern, um die Entwicklung und das Wachstum der landwirtschaftlichen Kulturen zu steigern. Oft ist der Oberboden degradiert und weist keine optimalen Bedingungen für das Pflanzenwachstum auf. Daher ist die Verwendung von Bodenverbesserungsmittel ein wichtiger Bestandteil vieler Erosionsschutzprogramme in vielen Ländern und wird auch in der Zukunft zunehmende Bedeutung haben. Als wertvolle Bodenverbesserer und Biostimulanzien, fungieren Huminsäuren als Wachstumsverstärker und regen den Stoffwechsel der Pflanzen an, erhöhen die Chlorophylleffizienz und -produktion, erhöhen den Gehalt an Antioxidantien, verbessern die Nährstoffverfügbarkeit und die Wasserhaltekapazität des Bodens. Ferner verbessern sie die Entwicklung des Wurzelsystem und die Pflanzenentwicklung. Darüber hinaus erhöhen sie die Fähigkeit der Bodenkolloide durch Erhöhung der Kohäsionskräfte sehr feine Bodenpartikel zu binden und bilden dauerhaft fruchtbare Ton-Humus-Komplexe. Dadurch bieten sie ein wirksames Mittel, um die Bodenerosion zu kontrollieren. (Fig.1,2)

Sie haben nicht nur die Fähigkeit Nährstoffe, Schwermetalle und Aluminium zu binden, sondern steigern auch die Kationenaustauschkapazität des Bodens, wodurch vermehrt Nährstoffe gebunden werden. Dadurch wird die die Vermehrung der Mikroorganismen gefördert und verbessern damit die Bodenbiologie.Huminsäuren fördern die Bildung von Oberboden, erhöhen die organische Substanz (Humus) und die mikrobielle Aktivität. Sie liefern große Mengen an verfügbaren Kohlenstoff, die als Nahrungsquelle sowohl für die vorhandenen als auch zugeführten Mikroorganismen dienen. Huminsäuren bilden mit den Spurenelementen eine kolloidale Suspension. Die Spurenelemente sind für die Pflanzenaufnahme damit leichter verfügbar. Ferner verbessern die organischen Säuren bereits im frühen Stadium die Entwicklung des Wurzelsystems. Sie erhöhen das Nährstoffhaltevermögen des Bodens, dienen der Verbesserung der Wasserinfiltration und ermöglichen eine leichtere Durchwurzelung.

Huminsäuren können auch bei Begrünungsprojekten, insbesondere mit Anspritzbegrünung, auf Rohböden angewendet werden. Diese Typen von Böden sind besonders erosionsgefährdet.

Huminsäuren sind ideal für die Rekultivierung und Begrünung von steilen Hängen, Autobahnbanketten und Straßenränder, Rekultivierung und Melioration von Tagebauen, Deponien, Baustellen, Pflege von Parks, Sportplätzen und Golfplätzen. Eine dichte Vegetationsdecke hat sich als ein äußerst wirksames Mittel der Erosionsminderung insbesondere bei Steilhanglagen bewährt. Daher wird die Verwendung von Huminsäuren dringend auch für die Weinberge mit Steilhanglagen zum Schutz der begrünten Mittelstreifen empfohlen. Dies reduziert nicht nur die Erosion, sondern reduziert auch die Nährstoffauswaschung und sorgt für die gleichmäßige Verfügbarkeit von Nährstoffen. Eine gestörte Pflanzenernährung wird damit vermieden.

Huminsäuren können auch mit Dünger und Saatgut gemischt und zusammen mit der Anspritzbegrünung versprüht werden. Sie können sogar auf die steilsten Pisten in Skigebieten angewendet werden. Das Gebiet wird sofort stabilisiert und die Erosionsgefahr verringert. Die Erosionsschutzpraxis mit Huminsäuren, wie oben beschrieben, dient als ein wirksames Mittel, um die Bewegung von Sedimenten im Boden zu steuern. Die Auswaschung von Bodenpartikeln, Schad- und Nährstoffen führt zu beträchtlichen Umweltauswirkungen auf die Qualität von Oberflächenwasser. Bei der Verminderung von Bodenerosion können Humintechprodukte mit verschiedenen Applikationstechniken aufgebracht werden. Die Huminsäuren können in die Nassansaatsuspension gemischt und mit Bewässerungswagen/Güllewagen oder mit anderer Sprüh- und Schleudertechnik ausgebracht werden. 

Humintech Produkte können wirtschaftlich und kostengünstig auf fast alle Arten von Böden und Pflanzen appliziert werden. Sie sind naturbelassen, sicher, leicht zu handhaben und effektiv.

LITERATURHINWEISE



Leichte Sandböden

Copyright© (Fig.1) Sandige Böden sind arm an Humus und können keine Nährstoffe binden. Copyright© (Fig.2) Die Wirkung der Kationenaustauschkapazität (KAK) auf sandige Böden.

(Bild.1)  Sandige Böden ohne organische Substanz.

Kompakte Tonböden

Copyright© (Fig.3) Kompakte, undurchlässige Bodenstruktur. Copyright© (Fig.4) Huminsäuren lockern kompakte Böden.

(Bild 2) Kompakte Tonböden ohne organische Substanz.

(Fig.4) Kalzium Brückenbindung zwischen Ton und Humus.