Huminsäuren 

FUTTERMITTEL

Der Einsatz von Huminsäuren als Hausmittel in Form von Torflager für das Vieh hat weltweit eine lange Tradition. Die erfolgreiche therapeutische und prophylaktische Anwendung von Huminsäuren auf Braunkohlebasis, vor allem für die Behandlung von Durchfallerkrankungen von Haus- und Nutztieren, wird seit über 40 Jahren erfolgreich angewendet.

Insbesondere die entzündungshemmende, antiresorptive sowie antibakterielle und antivirale Eigenschaften der Huminsäuren ist hervorzuheben. Huminsäuren können die Resorption von toxischen Nebenprodukten des Stoffwechsels nach Infektionen durch belastetes Futter oder durch Futterwechsel reduzieren. Huminsäuren können E. coli Bakterien binden und Endotoxine neutralisieren.

Bakterien und Toxine, die an Huminsäuren gebunden sind werden anschließend mit dem Stuhl ausgeschieden. Auch Schwermetalle und organische Schadstoffe können sehr gut durch Huminsäuren adsorbiert werden.

Im Vergleich zu Aktivkohle erfolgt die Adsorption nur physisch, sondern auch durch chemische Reaktionen wie Komplexbildung und Ionenaustausch.

Darüber hinaus können Huminsäuren leistungssteigernde Effekte im Hinblick auf die erhöhte Gewichtszunahme und eine verbesserte Ausnutzung der Futtermittelbestandteile zeigen. Wissenschaftler vergleichen diese Wirkung mit klassischen antimikrobiellen Wachstumsförderern.


Beobachtete Effekte von Huminsäuren auf Tiere
Huminsäuren bilden einen Film auf den Schleimhäuten und weisen eine adstringierende Wirkung auf, da Sie in der Lage sind, einen Schutzfilm auf dem Schleimhautepithel des Magen-Darm-Traktes gegen Infektionen und Toxine zu bilden. 

Die makrokolloidale Struktur der Huminsäuren sorgt für eine gute Abschirmung auf der Schleimhaut des Magens, des Darms, der peripheren Kapillaren und der beschädigten Schleimhautzellen. Als Ergebnis dieses Prozesses wird die Resorption toxischer Metaboliten verringert oder vollständig verhindert, insbesondere nach Infektionen, bei Rückständen von schädlichen Substanzen in Tierfutter oder bei Umstellung auf anderes Futter. Außerdem tragen Huminsäuren dazu bei, übermäßigen Wasserverlust über den Darm zu verhindern.

Antibakterielle und antivirale Effekte
Huminsäuren haben die Fähigkeit durch antibakterielle und antivirale Wirkung den Protein- und Kohlenhydratstoffwechsel der Mikroben, insbesondere durch katalytische Wirkung, zu beeinflussen. Dies führt zu einer direkten nachhaltigen Wirkung auf Bakterienzellen oder Viruspartikel. Ein zweiter Mechanismus betrifft die interionischen Bindungen von hochmolekularen Proteinfraktionen (Toxine) der infektiösen Mikroben. Ihre toxische Wirkung auf physiologische Prozesse von Schleimhautzellen wird erheblich geschwächt oder sogar vollständig blockiert.

Entzündungshemmende Effekte
Dermale, orale oder subkutane Anwendung von Huminsäuren haben eine hemmende Wirkung auf Entzündungen. Die Fähigkeit, Entzündungen zu hemmen, wird auf die Flavonoid-Gruppen zurückgeführt, die in den Huminsäuren enthalten sind.

Antiresorptive und adsorptive Effekte
Die hochmolekularen Huminsäuren bleiben fast ausschließlich nach der enteralen Anwendung im Magen-Darmtrakt (es gibt keine Selbst Resorption), denn die antiresorptive und adsorptive Wirkung findet dort statt, wo sie gebraucht werden: Im Verdauungstrakt. In erster Linie werden kationoide Noxen (Proteintoxine, giftige Stoffe) festgelegt, deren Resorption deutlich reduziert oder sogar vollständig verhindert und deren Beseitigung durch Faezesausscheidungen gefördert wird. Die Adsorption durch Huminsäuren weist nicht nur physikalische und chemische Reaktionen auf, denn auch die Komplexbildung und der Ionen -Austausch ist intensiver und dynamischer im Vergleich zu reinen physikalischen Adsorbentien.

Wirkungen auf das Immunsystem
Huminsäuren stimulieren die Widerstandskräfte des Körpers und führen zu einer Zunahme der Phagozytose-Aktivität. Es wird eine Induktor-Wirkung von Phenolkomponenten (Gruppen) der Huminsäuren angenommen, die für die immunologische Wirkung verantwortlich ist, und bildet damit die Basis für den Erfolg der Behandlung der sogenannten Faktorenerkrankungen bei jungen Tieren. 

Ergotrope Wirkungen
Die Stabilisierung der Darmflora durch Huminsäuren sorgt für eine verbesserte Nährstoffumwandlungsrate (FCR, verbesserte Futterverwertung). Dies führt, ohne Erhöhung der Futtermenge, zu einem Anstieg des Lebendgewichts der Tiere.

Huminsäuren sind rein natürlich
Der Einsatz von Huminsäuren im Tierfutter schließt jede Möglichkeit von Antibiotika-Rückständen oder mikrobieller Resistenz beim Tier aus. Gleichzeitig wird als Folge einer höheren Nahrungsumwandlungsrate und einer verbesserten Absorption von Stickstoff durch das Tier, der Stickstoffgehalt in der Gülle und damit der Güllegeruch reduziert.